Schweigend setzte sich die Brünette ins Klassenzimmer. Als sie sich in Gruppen setzten sollte, lief sie mitleidig zu Neville hinüber. Nach gut zwanzig Minuten war der Trank entgültige enstellt. "Sorry, Hermine, ich bin ein hoffnungsloser fall!" entschuldigte sich der braunhaarige Junge neben ihr, in dauerschleife. "Ist gut Neville, nicht so schlimm." sagte sie leicht genervt. "Es ist nicht egal, Miss Granger. 5 Punkte abzug für Gryffindor, für dieses widerliche Gebräu." in dem Moment in dem der Professor ausgesprochen hatte schüttete Langbottom eine weiter flasche hinein und der Rosa Trank färbte sich leicht bläulich. Irrtiert warf sie einen Blick hinein und bekam etwas davon ins Gesicht. "Das stinkt ja höllisch!" bemerkte sie und wischte sich das Gesicht ab. „Da hast du einmal Recht, Granger. Diese Duftnote passt hervorragend zu einem Schlammblut wie dir.“ sagte der neben ihr stehende Blonde und sah ebenfalls hinein. Ihm geschah es gleich. Die bläuliche Tinktur sprizte ihm ins Gesicht. Sich das gesicht abwiscehnd lief er wieder zurück zu seinem Platz. Hermine wurde jedoch sofort hinterhergezogen.
Draco setzte sich grinsend an seinen Platz zurück. Er bemerkte jedoch nicht, dass Granger immer noch hinter ihm war. Erst als sie sich einvernehmlich räusperte, drehte er sich um. "Was?", fragte er genervt. Wortlos lief sie in die entgegengesetzte Richtung. Draco atmete auf und wollte sich wieder seinem Gebräu zuwenden, als er von einer nicht zu erfassenden Kraft mitgezogen wurde. "Was zum Teufel...? Granger. Hör auf mir dem Mist!", schrie er. "Ich bin das nicht! Ich dachte du bist das!", keifte sie zurück. "Na toll Longbottom. Hast du wirklich klasse hinbekommen. Dein dämlicher Sud hat uns aneinandergeklebt!", sagte Draco genervt und verschränkte die Arme vor der Brust. Am liebsten würde er diesen unterbelichteten, kleinen Wurm in irgendeinem Loch versauern lassen. "Als hätte ich nicht schon andere Probleme..", murmelte er. Resigniert sah er, wie Professor Snape auf ihn zulief. "Können Sie was machen?" Dieser grinste nur. "Nein. Ich weiß kein Gegenmittel. Tut mir leid. Sie müssen wohl warten bis die Wirkung nachlässt. Die Stunde ist zuende." Mit diesen Worten schritt der Lehrer aus dem Raum. "Na klasse. Und was jetzt?", fragte Draco an das Schlammblut gerichtet.
Natoll sie klebte an Malfoy. Super Leistung, Langbottom! dachte die Gryffindor verägert. Warum Malfoy? Jeder andere unterbelichtete Trottel wäre ihr lieber gewesen als er. Wütend stampfte sie aus dem Zimmer. Unbewusst schlief sie den Slytherin hintersich her. "Wir gehen jetzt essen!" sagte sie bestimmt und lief zu der großen Halle. "Ich setzt mich nicht an einen Tisch mit Sankt Potter und dem Wiesel, um das klar zustellen, Schlammblut!" fauchte Draco ihr folgend. "Und ich setzt mich sicherlich nicht zu deinen dämlichen 'Freunden' !" bläffte sie ihn an.
Dracos Miene verfinsterte sich. "Oh nein. Niemals werde ich mich zu den Gryffindors setzten. Das kannst du abhaken. Lieber verhungere ich." Mit diesen Worten krallte sich Draco am Türbodgen fest. Er war um einiges stärker als Granger und konnte sie so am Gehen hindern. "Folgender Vorschlag: Wir gehen in die Küche und holen uns was zu Essen, da hier wohl keiner zu dem anderen Tisch will. Und glaub mir, ich kann hier auch noch Stunden stehen und diskutieren", sagte Draco finster und schaute Granger herausvordernd an. Warum musste er auch mit dieser dämlichen, ach so tollen Miss Perfect zusammengeklebt sein? Warum konnte es nicht Neville erwischt haben. Ein dunkler Fluch entwich seinen Lippen und er hoffte, dass Granger es nicht gehört hatte.
Genervt verdrehte sie die Augen. "Wenn du unbedingt diskutieren willst, bitte!" bläffte Hermine und drehte sich um "Ehrlich gesagt hab ich keinen Bock zu verhungern und eine Leiche will ich auch nicht mit mir rumschleppen, also gehen wir jetzt! Basta!" Mit schnellen Schritten lehnte sie sich nach vorn und versuchte den Slytherin aus dem Türrahmen zu ziehen. "Nagut wir gehen in diese dämliche Küche, Malfoy!" zischte sie und blieb stehen.
"Tja. Wenigstens muss ich dich dann nicht mehr ertragen, wenn ich tot bin. Beruht glaube ich auf Gegenseitigkeit. Gut, wir gehen in die Küche." Mit diesen Worten drehte sich Draco um und ging tiefer in die Gänge der Kerker hinein und schleppte Hermine mit. "Wo willst du bitte hin?", fragte ihn Granger. "Abkürzung", sagte Draco knapp und öffnete einen Geheimgang, der direkt in die Küche führte.
"Super Abkürzung, Malfoy!" bläffte hermine als sie durch etwas Schammartiges gezerrt worde. Als sie die Fließen unter den Füßen spürte sah sie sich um. "Das gibt sowas von riesen großen Ärger, Idiot." sagte sie nun ruhiger. Sie setzte sich an Tisch und nahm sich das erstbeste was ihr unter die Augen kam. "Und wie machen wir das mit dem schlafen? Ich werde sicherlich nicht in deinem gemeinschaftsraum übernachten!" stellte die Gryffindor giftig fest. Wie er sie nervte.
Draco grinste. "Man muss eben wissen, wo man hinläuft", sagte er und ging weiter. Als sie gemeinsam am Tisch saßen, schnappte sich Draco ein Käsebrot und begann zu essen. Als Granger ihn nach dem schlafen fragte, verschluckte er sich beinahe an seinem Brot. "Ich werde bestimmt nicht mit einem deiner Fritzen in einem Stockwerk schlafen. Wenn wir Glück haben sind wir uns dann los. Aber wenn uns nichts einfällt dann schlafen wir eben ... in der Heulenden Hütte oder so." Der Gedanke daran mit Granger in einem Zimmer schlafen zu müssen ließ Draco schaudern. Womit hatte er das verdient? Alles nur Longbottoms Schuld. Schlecht gelaunt kaute er auf seinem Brot rum, als wäre es Nevilles Kopf.
Stirb dran! dachte die Gryffindor giftig als Malfoy sich fast verschluckte. "Ich werde bestimmt nicht mit einem deiner Fritzen in einem Stockwerk schlafen. Wenn wir Glück haben sind wir uns dann los. Aber wenn uns nichts einfällt dann schlafen wir eben ... in der Heulenden Hütte oder so." plärrte er vorschlagend. Jetzt verschluckte sie sich. Alleine, mit Malfoy? Ohne jegliche Personen? So nicht. "Vergiss das mal ganz schnell wir bleiben hier im Gebäude...da schlaf ich lieber im Klo bei der Heulenden Mirte!" blieb sie stur bei ihrem gedanken und nahm einen Schluck zu trinken.
Dämliche Ziege. Hält sich auch immer für was besseres, dachte er sich. "Auf keinen Fall schlafe ich in einem Mädchenklo. Suchen wir McGonnagal, vielleicht kann die was machen", schlug er schon fast verzweifelt vor. Er wollte sie unbedingt loswerden, koste es, was es wolle. Langsam stand er auf und ging wieder zurück in den Zaubertränke Klassenraum. Und mit ihm auch Granger. Wie ein kleiner Dackel, der einem überall hin mitverfolgt. Draco beschleunigte seine Schritte und ging in Richtung des Büros McGonnagals.